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Die Zukunft im Blick - 100 Jahre BRÖTJE

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Rechteckiges, graues Label mit schwarz-roter Schrift. 5 Jahre Systemgarantie Brötje Heizung.

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Behaglichkeit effizient realisieren
Trends und Zukunftsaussichten im Heizungsmarkt

16. November 2018

Die meisten Verbraucher sehen die Notwendigkeit einer Energieeinsparung und Ressourcenschonung als wichtige Prämisse in der aktuellen und zukünftigen volkswirtschaftlichen Entwicklung. Gleichzeitig werden die schwankenden und steigenden Kosten für Brennstoffe sowie für Strom zunehmend zur finanziellen Belastung im privaten und gewerblichen Bereich. Die Frage nach Komfort und Behaglichkeit ist gleichbleibend. Wer also zukunftsfähig heizen möchte, erreicht dies am besten mit einem hybriden Heizsystem, um den individuellen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Verteuerungen sowie die negativen Randbedingungen in der Nutzung fossiler Energieträger sind hinreichend bekannt. Heizöl und Erdgas allein versorgen zwar noch einen Großteil aller Heizungsanlagen. Dabei ist der Rückgang des Einsatzes von Heizöl EL prägnant. Zu prognostizieren ist, dass Heizöl zukünftig eine weiter sinkende Bedeutung im Wärmemarkt haben wird. Erdgas hingegen weist einen stabilen Anteil auf. Weiterhin nimmt die Bedeutung von Flüssig- und Erdgas in Hinblick auf die dezentrale Stromerzeugung durch Systeme zur Kraft-Wärme-Kopplung zu. Dies bedeutet, dass in naher und mittelfristiger Zukunft gasförmige Brennstoffe weiterhin zum Einsatz kommen.

Effiziente Brennwerttechnik als Basis

Wenn fossile Energieträger zum Einsatz kommen, erfolgt die Verbrennung zunehmend in modernen optimierten Brennwertkesseln, die die höchste Effizienz aufweisen, die in der konventionellen Feuerungstechnik derzeit erreichbar sind. Bestmögliche Modulationsbereiche, sowie eine ausgeklügelte Regelungstechnik mit stromsparenden Komponenten sollten als Standard verwendet werden. Ein Beispiel dafür sind die WGB EVO Geräte aus dem Hause BRÖTJE. Die neue Serie i (=intelligent) ist für den Anschluss an Smart Home Systeme oder an übergeordnete Gebäudeleittechnik vorbereitet. Mit der entsprechenden BUS-Schnittstelle lässt sich die Verbindung einfach herstellen. Die elektronische Verbrennungsoptimierung EVO stellt sich automatisch auf die Gegebenheiten vor Ort ein und sorgt damit für eine energiesparende und umweltfreundliche Heizung. Der WGB EVO moduliert von 2,9 bis 20 kW, dies in verschiedenen Ausführungen von 15 bis 110 kW.

Der Gasheizkörper WGB EVO befindet sich in einem grün gestrichenen Hauswirtschaftsraum, rechts davon eine Waschmaschine.
Wenn fossile Energieträger, wie Heizöl oder Erdgas zum Einsatz kommen, dann erfolgt die Verbrennung zunehmend in modernen optimierten Brennwertkesseln. Eines davon ist das Gas-Gerät WGB EVO mit Heizleistungen von 2,9 bis 20 kW.

Wärmepumpen – egal ob alternativ oder ergänzend

Wärmepumpen nutzen die Umweltwärme (Erdreich, Grundwasser oder Außenluft) als Quelle und "heben" das Temperaturniveau der gewonnenen Energie durch einen meist elektrisch angetriebenen Kältekreislauf auf ein Niveau, das die Versorgung der Heizungsanlage ermöglicht. Sehr wichtig ist die Differenz zwischen der Temperatur der Quelle und der Temperatur des Heizungssystems - der sogenannte Temperaturhub. Je geringer dieser ist, umso effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Aus diesem Grund ist ein monovalenter Betrieb mit einer stabilen Quelle anzustreben, wie er beispielsweise durch Sole-Wasser-Wärmepumpen, die erdreichgespeist arbeiten, erreicht wird. Dagegen arbeiten Luft-Wasser-Wärmepumpen unter Nutzung eines weiteren Energieträgers bivalent. Auf der Abnehmerseite sind mit niedrigen Temperaturen zu betreibende Systeme anzustreben.

Die Wärmepumpe BSW NEO im mit Parkett verlegten Hauswirtschaftsraum. Links davon Waschmaschine und ein Regal.
Voll im Trend und effizient im Betrieb sind Wärmepumpen. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Sole/Wasserwärmepumpen handelt, wie die neue BSW NEO von BRÖTJE...

Im Neubau und in Sanierungsmaßnahmen wird der Marktanteil von Wärmepumpen zukünftig weiter steigen. Besonders in der Sanierung, unabhängig von der Wärmedämmung des Gebäudes, ist ein massiver Installationsanstieg der Technologie zu erwarten. Auf eine kompetente Auslegung der Quelle ist allerdings zu achten, damit über die gesamte Nutzungsdauer ausreichende Potentiale der Umweltenergie nutzbar sind. Nicht zuletzt entscheidet darüber auch die Qualität des Wärmeerzeugers. Die neue Sole- Wasser-Wärmepumpe BSW NEO von BRöTJE deckt beispielsweise ein Leistungsspektrum von 8 bis 20 kW ab und passt sich durch einen vollmodulierenden Kompressor dem tatsächlichen Bedarf des Hauses an. Mit einem maximalen Schalleistungspegel von 42 dB(A) ist die Anlage so leise wie sonst kaum eine auf dem Markt. Die hohe maximale Vorlauftemperatur von 62 °C macht die neuste Generation dieser Sole- Wasser-Wärmepumpe von Brötje zur idealen Wahl für Neubauten und Sanierungen in Altbauten.

Die Wärmepumpe BLW NEO lag im Parkett-Technikraum rechts neben einem roten Rennrad.
...oder um Luft/Wasser-Wärmepumpen, wie die neue BLW NEO.

Wer die Umgebungsluft als Wärmequelle nutzen will, für den bietet der Hersteller die Luft-Wasser-Wärmepumpe BLW NEO an. Sie überzeugt mit moderner und exakt aufeinander abgestimmter Technik und einem hohen Leistungsbereich von 8 bis 18 kW bei A-7/W35. Das Gerät ist vollmodulierend, Kompressor und Ventilator passen ihre Leistung dem tatsächlich benötigten Bedarf an. Dank der Ventilatorblätter im Eulenflügel-Design entsteht im Nachtbetrieb ein Schallleistungspegel von nur 40 dB(A) und selbst bei Volllast liegt er bei äußerst niedrigen 48 dB(A).

Thermische Solaranlagen ergänzen das Anlagenpaket

Gerade mit Hinblick auf eine CO2-Reduzierung ist die Solarthermie eine hervorragende Ergänzung einer modernen Heizungsanlage. Sie nutzt nicht nur die kostenfreie Strahlungsenergie der Sonne, sondern ersetzt häufig den konventionellen Wärmeerzeuger im Sommer, wenn dessen Effizienz zur reinen Trinkwassererwärmung nicht so hoch wie üblich ist. Häufig wird der Nutzen unterschätzt. Man liest die gewonnenen Kilowattstunden am Wärmemengenzähler der Solaranlage ab und setzt diesen Betrag mit der eingesparten Energie gleich. Dies ist jedoch ein Fehler, da man die Energie betrachten muss, die der Kessel aufwenden müsste, um die gleiche Energie dem Speicher zur Verfügung zu stellen. Wenn man dies so folgerichtig tut, wird man feststellen, dass die Effizienz weit höher und damit die Amortisationszeiten entsprechend kürzer sind. 

Eine optimale Ergänzung von Hybridsystemen sind thermische Solaranlagen. Sie nutzen nicht nur die kostenfreie Strahlungsenergie der Sonne, sondern ersetzen häufig den konventionellen Wärmeerzeuger im Sommer.

Neu im Markt eingeführt ist von Brötje der Aluminium-Rahmenkollektor für Indachmontage. Das Besondere: Der pulverbeschichtete Rahmen hat denselben Farbton wie die Blecheinfassungen für die Indachmontage. Damit entfällt auch die Frage nach der ästhetik. Der Rahmen ist in Anthrazit (RAL 7016) gehalten. Das Glas wird leicht prismiert gefertigt und ist daher matt. Mit dieser Farbgebung lassen sich die Kollektoren optimal mit allen Dächern kombinieren und liefern ein schickes Gesamtbild. Der FKR 25 ist der effizienteste Kollektor im Brötje Programm. Die maximale Stagnationstemperatur liegt bei 190 °C. Der Kollektor weist eine Bruttofläche von 2,51 m2 auf. Die handlichen Abmessungen liegen bei 2187 x 1147 x 87 mm und das Gewicht bei 47 kg.

Individuelle Anpassungen durch Hybridanlagen

Neben den beispielhaft beschriebenen Varianten moderner Heizungstechnik schreitet die Kombination der Systeme weiter fort (Hybridisierung). Ein zukunftsträchtiges System besteht aus mehreren Energiequellen, häufig eine Kombination aus konventionellen und regenerativen Energieträgern. Die Kombination eines Heizkessels mit einer Wärmepumpe weist beispielsweise zwei große Vorteile auf: Zum einen gelingt so auch in Mehrfamilienhäusern eine besonders komfortable, individuelle Trinkwassererwärmung, zum anderen kann selbst bei höherem Wärmebedarf und damit verbunden höheren Vorlauftemperaturen noch effizient geheizt werden. Die Flexibilität in der individuellen Zusammenstellung der Geräte (Wärmepumpe mit Heizkessel) bietet dabei einen großen Vorteil. Auch die Auswahl des Energieträgers ist damit frei.

Die am häufigsten eingesetzte Kombination ist die einer Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einem öl- oder Gas-Brennwertkessel im Bestand. Die Wirtschaftlichkeit wird dadurch gesteigert, dass die Wärmepumpe überwiegend dann eingesetzt wird, wenn die Systemtemperatur niedriger ist und damit die Jahresheizarbeitszahl steigt. Die Kaskaden- Strategie kann dabei je nach Objekt allerdings unterschiedlich sein.

Konkrete Kombinationsmöglichkeiten

Besonderes Augenmerk muss auf die Wärmeverteilung, Wärmespeicherung und übergabe gerichtet werden. Ein hydraulischer Abgleich der Systeme ist genauso zwingend erforderlich wie der Einsatz hocheffizienter Pumpen bzw. Ventilatoren. Eine optimale Abstimmung der Komponenten muss ebenfalls gegeben sein. Eine weitere Energieeinsparung wird durch den Austausch der Heizkörper erzielt. Wird die Heizfläche vergrößert, kann die Vorlauftemperatur des Systems abgesenkt werden. Eine Maßnahme, die in jedem Sanierungsfall überprüft und ggf. durchgeführt werden sollte.

Auch der Regelungstechnik kommt eine steigende Bedeutung zu. Wärmebedarfe müssen dynamisch erfasst werden und es darf nur dann Wärme bereitgestellt werden, wenn auch ein Bedarf vorhanden ist. Den regenerativen Quellen ist Vorrang zu geben, das bedeutet zum Beispiel, dass ein Speicher nicht mittels Kessel geladen wird, wenn Solarwärme zur Verfügung steht. So steigen die Anforderungen an die Steuerung und Regelung als Konsequenz moderner energetisch optimierter Heizungssysteme. In der Regel erfolgt der Betrieb der Wärmepumpe auf den Trennspeicher und wird dabei über einen Außentemperaturfühler geregelt, der zweite Wärmeerzeuger wird bei Bedarf hinzugeschaltet. Er wird über den Wärmepumpenregler angesteuert. Ab einer bestimmten Außentemperatur übernimmt der Heizkessel schließlich die gesamte Wärmeversorgung. 

Auch mit Fremdkessel

Ist ein Wärmeerzeuger bereits vorhanden, der im Idealfall sogar ein Brennwertgerät ist, so kann die BLW Split mit ihm kombiniert werden. Auch in diesem Fall übernimmt die Wärmepumpe einen Großteil der Heizarbeit. Der Unterschied zum vorherigen Hybridsystem ist jedoch, dass die erzeugte Wärme dem Heizsystem bzw. dem Heizkreislauf direkt zur Verfügung gestellt wird. Der Pufferspeicher im Rücklauf dient hier der Unterstützung der Wärmepumpe. Die Ein- und Ausschaltung der BLW Split erfolgt über die Rücklauftemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Im Falle einer Abtauung wird dem Speicher Energie entzogen, sodass der Vorgang schnell und effizient durchgeführt wird.

Ist die Hydraulik im Gebäude nicht bekannt, sollte immer ein Pufferspeicher als Trennspeicher eingebaut werden. Der Trennspeicher wird dabei gleitend anhand der Außentemperatur betrieben. Die Heizkreise bedienen sich aus dem Trennspeicher, der wiederum von der Wärmepumpe bedient wird.

Fazit

Im Neubau lässt sich eine Verringerung des Heizwärmebedarfs durch eine hohe Dichtigkeit der Gebäudehülle erzielen. Die effiziente Beheizung sollte bedarfsorientiert mit höchstmöglichen Nutzungsgraden und hohen regenerativen Anteilen erfolgen. Im Bestand müssen sämtliche verfügbaren energetischen Potentiale durch Sanierung erschlossen werden. Führt man sich die Zahlen vor Augen, wird das Potenzial deutlich: Nur unter Einbeziehung der Erneuerung der Anlagentechnik kann eine deutliche Energieeinsparung erzielt werden. Zum Beispiel kann allein durch die Installation eines modernen Gas- Brennwertgeräts in einem Einfamilienhaus bis zu 30% Energie eingespart werden, gegenüber der Verwendung eines älteren Kessels. Für die zukünftige Entwicklung ist eine weitere Hybridisierung der Systeme sowie der Austausch fossiler Energieträger sinnvoll, um das größtmögliche Potenzial auszuschöpfen.

Info - ISR-Systemregler

Mit dem Integrierten Systemregler, kurz ISR, werden Wärmeerzeuger aus dem Hause Brötje gesteuert und so ihre Betriebsweise optimiert. Die Regelung wird nach Multilevel- Philosophie serienmäßig in nahezu allen Geräten eingesetzt und deckt eine Vielzahl von Funktionen ab. Dank dieser umfassenden Möglichkeiten bedarf es keiner zusätzlichen Regelung mehr. Da sich die ISR auf vielfältige Weise anschließen lässt, verringert sich der Montageaufwand erheblich. Für den Handwerker ebenfalls von Vorteil: Sämtliche Parameter werden – für eine vereinfachte Handhabung – im Klartext angezeigt. Zudem erlauben die neueren Modelle einen Fernzugriff. Heizungsfachfirmen haben beispielsweise mit der ISR OZW den Anlagenbestand immer im Blick und dabei die Möglichkeit, aus der Ferne Diagnose- und Optimierungseinsätze durchzuführen.

Autoren-Vita

Burkhard Maier

2005 bis 2007: Leiter Produktmanagement, August Brötje GmbH

2007-2011: Marketingmanager, August Brötje GmbH
Seit 2011: Bereichsleiter Marketing, August Brötje GmbH

Kontakt: August Brötje GmbH
August-Brötje-Strasse 17
26180 Rastede
E-Mail: bmaier@broetje.de

Bilder: August Brötje GmbH, Rastede

Ihr Ansprechpartner im Bereich Presse

Melanie De Filippi

Leiterin Kommu­nikation

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