Hybridheizungen passen oft besser zu existierenden Heizungssystemen

BRÖTJE-Handwerker gibt einem Mädchen im Vorbeilaufen ein "High Five".

"Es macht wenig Sinn, die Wärmepumpe im oft leider schlecht isolierten Altbau auf den größten Wärmebedarf auszulegen."

 

Vieles spricht für eine Wärmepumpe. Was aber, wenn insbesondere bei älteren Gebäuden die Wärmepumpe keine zuverlässige Alternative zur Gas- oder Ölheizung ist? Die Firma Brötje stellt genau für diesen Zweck Hybridheizungen her, die Energie und Kosten einsparen - und sich mit Fotovoltaik kombinieren lassen. Kay Gafert, Business Development Manager Erneuerbare Energien bei Brötje, erläutert im Interview die Vorteile.

 

 
 
 
 

 

 

Kay Gafert, im Moment reden alle über das Heizen via Wärmepumpe. Warum ist das nicht immer die beste Idee?

Im Neubau ist sie das ohne Frage. Da gibt es wenig Alternativen. Im Bestand, der ja einen Großteil ausmacht, ist das oft nicht der Fall. Das existierende Wärmeübertragungssystem vom Kessel zum Heizkörper passt oft nicht zur Wärmepumpe. Früher wurde einfach anders gebaut. Da würde ich zu einem hybriden System, also einer Hybrid-Heizung raten. Das heißt, man integriert eine kleinere Wärmepumpe in das bereits bestehende Heizsystem, anstatt es mit einer großen, im Altbau oft ineffizienten Wärmepumpe zu ersetzen.

 

Also anstatt alles neu zu verlegen, empfehlen Sie eine kleinere Wärmepumpe zusätzlich zum bestehenden Öl- und Gaskessel anzuschließen. Warum?

Bei aller Diskussion dürfen wir nicht vergessen, dass die große Heizlast an nur sehr wenigen Tagen stattfindet. Dann, wenn es in Deutschland wirklich knackig kalt ist. Jetzt nehmen wir als Beispiel ein Haus aus den Achtzigern. Ein typischer Bungalow mit 100 Quadratmetern, so wie man ihn oft findet. 95 Prozent des Jahres würde die Wärmepumpe abdecken. Die restlichen fünf Prozent lasse ich meine bestehende Heizung, beispielsweise mit Gas, laufen. Es macht wenig Sinn, die Wärmepumpe im oft leider schlecht isolierten Altbau auf den größten Wärmebedarf auszulegen. Leistungsstarke Wärmepumpen sind sehr kostspielig. Da kann ein kleiner Anteil des Wärmebedarfs und eine Erhöhung der Vorlauftemperatur mit Hilfe eines bestehenden Wärmeerzeugers die Investitionssumme enorm reduzieren. Bei hohen Vorlauftemperaturen verliert die Wärmepumpe ihre Effizienz und ihr Betrieb wird sehr teuer.

 

Bleibt die Gasheizung also weiter am Netz?

Gas wird im Moment teurer, keine Frage. Aber deswegen werden ja die Netze nicht komplett abgeschaltet. Und irgendwann sind wir vielleicht auch bei synthetischem Gas. Aber man muss das ins Verhältnis setzen. Das ist ein Rechenspiel. Die kleine Menge Gas, die ich dann noch brauche, ist immer noch günstiger, als wenn ich eine große, in der Anschaffung teurere Wärmepumpe, dann mit einem immens hohen Stromverbrauch, auf Volllast laufen lassen muss - für, bleiben wir beim Beispiel, nur fünf Prozent im Jahr, in denen sie diese Volllast wirklich nutzt. Da nehme ich lieber die kleinere Wärmepumpe und spare Geld. Eine große Wärmepumpe für das ganze Jahr braucht bei kalten Temperaturen immens viel Strom. Das belastet nicht nur die Netze unnötig, der Strom kommt schließlich am Ende des Monats ja noch auf die Rechnung obendrauf und muss auch produziert werden.

 

Funktioniert eine Hybrid-Heizung auch mit Fotovoltaik?

Absolut. Und ich würde auch jedem empfehlen, das mitzuintegrieren, wenn es geht. Unser dafür ausgerichteter Energie-Effizienz-Regler sorgt dabei für einen hohen Eigennutzungsanteil an Solarstrom. Heißt, der Strom, den ich produziere, wird auch für meinen individuellen Verbrauch genutzt und nicht direkt ins Netz eingespeist. So können die Betriebskosten merklich reduziert und optimal in das Wärmepumpensystem eingebunden werden. So habe ich ein redundantes und effizientes System, dass das Beste aus allen Energiewelten zusammenbringt, anstatt nur auf ein System zu setzen.

 

Interview mit Kai Gafert - Business Development Manager Erneuerbare Energien, Brötje

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