Hybridheizung mit Wärmepumpe und Öl-Brennwertkessel

Grundsätzlich ist das Funktionsprinzip der Wärmepumpe beeindruckend: Mit einer Kilowattstunde Strom lassen sich rund vier Kilowattstunden Wärmeenergie erzeugen. Doch muss auch klar gesagt werden, dass sie als Alleinheizung nicht in jeder Gebäudesituation ihr volles Potential ausspielen kann. Namentlich im energetisch unsanierten Altbaubestand stößt die Wärmepumpe bei niedrigen Außentemperaturen an Grenzen für einen wirtschaftlichen Betrieb. Gemeinsam mit einem weiteren Wärmeerzeuger braucht man trotzdem nicht auf die zukunftsweisende Technik zu verzichten, mit der ja auch die Anforderungen des novellierten Gebäudeenergiegesetzes einfach zu erfüllen sind. Die technisch simpelste, aber am wenigsten elegante Lösung wäre der die Wärmepumpe unterstützende Einsatz eines elektrischen Heizstabs. In vielen Altbauten werden in Verbindung mit den üblichen Radiator-Heizkörpern regelmäßig höhere Vorlauftemperaturen benötigt, um den Wärmebedarf des Gebäudes zu bedienen. Das folgende Beispiel zeigt, dass hier die letzte Evolutionsstufe der Ölheizung, ein moderner, hoch effizienter Öl-Brennwertkessel, nach wie vor eine kluge Lösung darstellen kann.
Die Ausgangssituation vor der Sanierung
Bei dem Gebäude in Kamen handelt es sich um ein großes Zweifamilienhaus von 1974 mit ca. 330 m2 Wohnfläche, das bis vor Kurzem mit einem 50 Jahre alten atmosphärischen Ölheizkessel ausgestattet war. Er war tatsächlich die Erstausrüstung aus dem Baujahr des Hauses! Der Kessel war mit einer Leistung von 75 kW für die reine Beheizung des Hauses von vornherein deutlich überdimensioniert. Die Erklärung dazu ist, dass er ein ursprünglich noch geplantes Schwimmbad mit beheizen sollte, das allerdings nie realisiert wurde.











