Effiziente Beheizung mit zeitgemäßem Heizkonzept
Das Mehrzweckgebäude am Sportpark Varel bietet auf einer Nutzfläche von 580 m² ausreichend Platz für Versammlungs- und Vereinstätigkeiten, sechs Umkleidekabinen, eine Küchenzeile sowie Räumlichkeiten für die Erste Hilfe, Physiobehandlung sowie die komplette Haustechnik. Hinzu kommen zehn WC-Bäder und 30 Duschplätze, die mit einer maximalen Schüttleistung von knapp 140 l/min (10/45 °C) zu Buche schlagen. Im Außenbereich befinden sich zudem Sitzplatztribünen in vier Reihen unter einem Schleppdach am Gebäude. Zur Ausstattung zählen außerdem je ein Rasen- und Kunstrasenplatz, eine Tartanlaufbahn sowie eine Kugelstoß- und Diskuswurfanlage. Sowohl in praktischer als auch in optischer Hinsicht ist diese Sportstätte ein Highlight. Der eingeschossige Neubau in Massivbauweise entspricht - laut der Baugenehmigung vom April 2022 - dem Effizienzhaus 70-Standard. Er verfügt über zwei um sieben Grad geneigte Dachflächen, die eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 10 kWpeak sowie eine thermische Solaranlage aus zehn Kollektoren à 2,37 m² Aperturfläche (Aa m²/Koll.) vom Typ BRÖTJE FKR-L 25 tragen.
Um dem hohen Effizienzanspruch des Auftraggebers an die Wärmeversorgung gerecht zu werden, setzten die TGA-Fachplaner der Thalen Consult GmbH bereits in der frühen Planungsphase auf ein hybrides Heizsystem aus dem Hause BRÖTJE. Eine Monoblock-Wärmepumpe BLW NEO 18 sowie ein modernes Gas-Brennwertgerät aus der WGB-Serie bilden die zentralen Säulen dieser Technologie. Ihre wesentlichen Vorteile sind:
- Hohe Versorgungssicherheit
- Optimale Spitzenlastabdeckung
- Abgestimmte Regelungstechnik
- Niedrige Betriebskosten
Details zur Wärmepumpe
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe BLW NEO 18 arbeitet modulierend und versorgt den Sportpark in Varel permanent mit der passenden Heizleistung. Dabei liegt der Versorgungsbereich in etwa zwischen 5,1 und 18 kW. Ein großzügig dimensionierter Verdampfer mit intelligenten Abtaufunktionen stellt den vereisungssicheren Betrieb in der Winterzeit sicher. Ein weiterer Pluspunkt der BRÖTJE Wärmepumpe: Die Einsatzgrenze liegt zwischen -25 und +45 °C. Damit ist der Wärmeerzeuger auch für die Witterungsbedingungen des Frieslands bestens gerüstet. Das gelingt durch modernste Technik im Inneren: Ein bislang einzigartiges System mit zwei im Verbund arbeitenden Wärmetauschern gewinnt aus dem Kältekreislauf je nach Modulation 3 bis 5 % zusätzliche Energie und realisiert so herausragende Leistungszahlen. Daher erreicht ein solches Monoblock-Gerät einen COP von über 4,25 bei A2/W35. Eine wahrnehmbare Geräuschkulisse ist im Betrieb der BLW NEO 18 kaum gegeben. Spezielle Ventilatorblätter im Eulenflügel-Design erzeugen selbst bei Volllast mit 51 dB(A) LWA einen extrem niedrigen Schallleistungspegel (Schallleistung nach DIN EN 12102, Außenaufstellung).
Die Hydrobox von BRÖTJE erleichtert außerdem die hydraulische Anbindung der Wärmepumpe in das System, da in ihr bereits diverse Fühler und die Heizkreispumpen integriert sind. Ein nachgeschaltetes Umschaltventil bewirkt zudem eine optimale Verteilung der Heizenergie. Des Weiteren wurde vom ausführenden Heizungsbau-Fachbetrieb, Ralf Ahlers, eine BRÖTJE Powerbox installiert, in der sich die NEO RWP-Regelung befindet. Ihre Aufgabe: die leistungsgerechte Regelung des Verdichters sowie die leistungsabhängige Ansteuerung der Umwälzpumpen. Das Expansionsventil wird mithilfe der innovativen DSI-Technologie immer dem Optimum angepasst.