Komplexes Zusammenspiel: ein besonderes Einfamilienhaus

BRÖTJE Referenzen: Ein besonderes Einfamilienhaus in Apen
Auf dem Flachdach des Anbaus wurde eine aufgeständerte PV-Anlage (9,24 kWp) installiert.

In der Heizbranche werden Hybridlösungen immer häufiger zum Standard. Eine interessante Anlage wurde von BRÖTJE in einem Einfamilienhaus in Apen verwirklicht – in einem komplexen Zusammenspiel von Wärmepumpe und Photovoltaik mit einem großen Pufferspeichervolumen. Auf einen Solarstromspeicher wird bislang verzichtet. Das System zielt damit auch auf die Thematik ab, wie Eigenstrom im Haus alternativ gespeichert werden kann. Außerdem zeigt sich hier die wachsende Bedeutung einer intelligenten Regeltechnik.

Apen ist eine kleine Gemeinde im niedersächsischen Ammerland. Sie befindet sich etwa auf halber Strecke zwischen dem ostfriesischen Leer und Bad Zwischenahn. 2021 haben hier Ahmet Düman und seine Frau mit den beiden kleinen Kindern ihr Traumhaus bezogen. Die Wohnfläche des zweigeschossigen Baus ist großzügig bemessen: 295 m2 stehen zur Verfügung, außerdem noch 130 m2 ebenerdige Nutzfläche. Das Haus präsentiert sich als Massivbau im KfW-55-Standard, in einem klassisch-friesischen Landhaus-Stil.


Beachtliche Referenzen

Düman ist einer von zwei Geschäftsführern der Osterhues Haustechnik GmbH mit Sitz in Oldenburg. Es handelt sich um ein mittelständisches Unternehmen im Geschäftsfeld der Energie- und Gebäudetechnik, das beachtliche Zahlen vorlegen kann. Man beschäftigt 80 Mitarbeiter, die in spezielle Teams gefasst sind. Der Fachbetrieb ist in der Wärme- und Kältetechnik ebenso zu Hause wie in der Luft- und Klimatechnik, Sanitär, Elektrotechnik oder Gebäudeautomation. Vor diesem Hintergrund war es naheliegend, in der eigenen Immobilie auf moderne Haustechnik zu setzen.

Hybridlösung in Apen

Im Haus der Dümans wurde eine Hybridlösung aus Wärmepumpe und Photovoltaik verbaut. Bei der Wärmepumpe handelt es sich um die BRÖTJE BLW NEO 18, eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe. Die PV-Anlage kommt auf 9,24 kWp. In das System wurden zwei Pufferspeicher integriert: Ein Pufferspeicher Typ COSMO CPS 500 bedient den Heizkreis, der die Fußbodenheizung versorgt. Er wird niedertemperiert mit 45 °C geführt und hat ein Fassungsvermögen von 500 l. Der Pufferspeicher mit 800 l steht für Warmwasserspeicherung bereit. Außerdem kommt eine zentrale Frischwasserstation zum Einsatz. Als weitere Komponenten sind eine kontrollierte Wohnraum-Lüftung mit Wärmerückgewinnung und ein 10-kW-Heizkamin zu nennen. Er wird allerdings separat bedient und ist nicht in das Heizsystem eingebunden.


Speicherweg PtH

Das Volumen des Warmwasserspeichers ist nur auf den ersten Blick erstaunlich groß, denn der Warmwasserbedarf im Gebäude ist beträchtlich. BRÖTJE geht hier in Apen einen besonderen Weg, das Warmwasser in der benötigten Temperatur bereitzustellen: Das Unternehmen setzt auf die Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaik und Trinkwasserstation. Warmwasser allein mit einer Wärmepumpe bereitzustellen ist eine Herausforderung an sich; erst recht in großen Wohngebäuden. Die Lösung besteht darin, neben der Trinkwasserstation PV-Strom zur Hilfe zu nehmen – als Power to Heat (PtH). Eigenstrom, der aktuell nicht auf die eine oder andere Weise im Haus genutzt werden kann, wird in Form von Wärme gespeichert. Dazu bedarf es einer Wärmepumpe oder optional eines Heizstabs im Pufferspeicher, über den durch PV-Strom das Wasser erwärmt wird.

BRÖTJE Referenzen: Ein besonderes Einfamilienhaus in Apen
Das Hybridkonzept in Apen basiert u. a. auf Power to Heat: Überschüssiger Solarstrom vom Dach wird in Form von Wärme als Warmwasser gespeichert. Im Bild die beiden dort verbauten Pufferspeicher.