Familienzentrum mit Hybrid-System in Apen

Eine alte Grundschule in ein modernes Familienzentrum umzuwandeln, vor dieser Herausforderung stand die Gemeinde Apen in Niedersachsen. Zwei Häuser galt es zu einem Gebäudekomplex zu verbinden. Besonders anspruchsvoll gestaltete sich die gemeinsame Wärmeversorgung. BRÖTJE lieferte ein maßgeschneidertes System.
Neuanfang an alter Stelle
Im August 2018 schloss die Grundschule Augustfehn II ihre Pforten und öffnete somit die Türen für eine neue Chance – das evangelische Familienzentrum Augustfehn II. Träger ist nun die Ev.-luth. Kirchengemeinde Apen. Aus pädagogischer Sicht ist zudem bedeutsam, dass hier nach dem Early-Excellenz-Ansatz gearbeitet wird. „Dieses pädagogische Konzept bedeutet, dass jedes Kind als einzigartig angesehen wird, weil es besondere Potenziale besitzt.
Diese gilt es zu erkennen und zu fördern. Weiter geht es davon aus, dass die Eltern die Experten ihrer Kinder sind“, erläutert Zentrumsleiterin Nicole Janßen. Das Familienzentrum geht diesen Weg konsequent, indem es sich auf die komplette Familie bezieht: „Wir bieten zusätzlich zu der Betreuung auch noch Angebote nach Hilfe der ‚fünf Bs‘: Bildung, Beratung, Begleitung und Begegnung, immer im Zusammenhang zur Familie“, sagt Janßen. Es ist ein pädagogisches Projekt von regionaler Strahlkraft, und das ist es auch technisch gesehen.


Die Konzeption
Der Grundstein für das Familienzentrum wurde mit der Fertigstellung eines Zwischenbaus im Jahr 2020 gelegt, der die beiden sich gegenüberliegenden alten Bestandsgebäude (Baujahr 2001) der ehemaligen Schule nun verbindet. Darüber sind rund 1.200 m² mehr Nutzfläche entstanden. Im Zuge des Projekts wurde auch eine neue, zentralisierte Wärmeversorgung konzipiert, die auf einem Hybridsystem aus Luft-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit einem Gas-Brennwertkessel basiert (vorher Niedertemperatur).
Die Wärme wird über eine Fußbodenheizung mit fünf Heizkreisverteilern sichergestellt. Da der vorhandene Estrichbelag aus Kostengründen erhalten werden sollte, wurden für die benötigten FBH-Rohre Schlitze in den Estrich eingefräst. Die Regelung der einzelnen Räume wurde durch Einzelraumthermostate gelöst. Außerdem wurden neun neue Flachheizkörper an den Stellen verbaut, wo sich alte Radiatoren befanden (Verwaltungsräume, Frühstücksraum).








