Effiziente Hybridheizung für denkmalgeschützten Gründerzeitbau

Die Jahnstraße 60 liegt in einem gründerzeitlichen Viertel, benannt nach der 1908 dort eingeweihten Lutherkirche. Das viergeschossige Mietshaus von 1913 zeigt eine klar gegliederte Fassade. Besonders auffällig ist die aufwendig gestaltete Treppenhausmalerei mit kräftigen Schablonenbändern und handgemalten Blumenmotiven. Im Inneren blieben Terrazzoböden, schmiedeeiserne Geländer und originale Türen erhalten. Diese Merkmale machen das Gebäude zu einem wichtigen Zeugnis der Bau- und Stadtentwicklungsgeschichte.

Vor Beginn der Arbeiten befand sich das Gebäude noch im Originalzustand. Die Sanierung verbindet Denkmalschutz mit Energieeffizienz und schafft 15 kompakte, technisch hochwertige Wohnungen. Ein Großteil der Wärmeversorgung erfolgt über erneuerbare Energien. Das Projekt nutzt den KfW-Förderrahmen „Effizienzhaus Denkmal – Erneuerbare-Energien-Klasse (EE)“. Diese Förderung kombiniert die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude mit dem Einsatz erneuerbarer Energien. Voraussetzung für die EE-Klasse ist, dass mindestens 65 % des Wärme- und Kältebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Dafür gewährt die KfW höhere Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite.
Die Denkmalschutzauflagen für das Objekt gehen sogar darüber hinaus. Sie verlangen einen Anteil von 90 % für die Heizung und 70 % für das Trinkwasser an erneuerbaren Energien. Das Projektteam entschied sich deshalb für eine Wärmepumpenkaskade mit Frischwasserstationen.








