Ganz schön autark: Photovoltaik & Wärmepumpe im Bestandsbau

Wohnhaus der Familie Wilk
Das Wohnhaus der Familie Wilk wurde sowohl energetisch als auch zukunftssicher aufgerüstet.

Das Ehepaar Wilk investiert bereits seit 2019 in die persönliche Energiewende. Neben einer großen Photovoltaikanlage haben sie ihr Wohnhaus aus dem Baujahr 1996 nun mit einer modernen Wärmepumpe ausgestattet, um einen energieeffizienten Wärmekomfort zu genießen. Die eingesetzte BRÖTJE BLW Mono 9.1 arbeitet dabei nicht nur besonders geräuscharm, sondern auch mit dem natürlichen Kältemittel R290. Ein Blick auf die Details lohnt sich.

Hauseigentümer Miroslaw Wilk war schon als Maurer im Arbeitsleben ein Pragmatiker. Sein Motto: Statt sein Geld auf dem Bankkonto bei schwacher Rendite zu parken, sollte man besser in moderne Technik investieren, um sich möglichst unabhängig von den Energiekosten zu machen, die alle Hausbesitzer zunehmend belasten. Aus diesem Grund beschloss der 66-Jährige bereits vor sechs Jahren, eine großzügig dimensionierte PV-Anlage installieren zu lassen, die 76 Module mit je 345 Watt Leistung umfasst und in der Spitze 26,26 kWpeak Stromleistung erzeugt. Ein 10 kWh-Stromspeicher und eine Notstromversorgung runden dieses Leistungspaket sinnvoll ab.

PV-Anlage auf dem Dach des Referenzobjekts
Beeindruckend: Photovoltaikanlage mit einer Stromleistung von 26 kWpeak.

Um auch wärmeseitig auf der Höhe der Zeit zu sein, trat Wilk Ende 2024 mit Dimitri Bruch von der etna GmbH in Kontakt. Der Heizungsfachmann fungiert dort als Projektleiter und konnte nicht nur fundiert beraten, sondern den Hausherren auch vom Austausch des Wärmeerzeugers überzeugen. Zudem übernahm der Fachbetrieb mit der Niederlassung in Kassel die Antragstellung zur Förderung gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG). 

 

Folgende Eckdaten des Gebäudes waren dabei zu berücksichtigen: Das auf einem knapp 900 m² großen Grundstück konventionell als zweischaliger Mauerwerksbau errichtete, teilunterkellerte Gebäude bietet auf zwei Geschossen eine Gesamtwohnfläche von rund 168 m². Die Wärmeverteilung erfolgt über einen Heizkreis mit Flachheizkörpern – eine Fußboden- oder Flächenheizung existiert nicht; der Wärmebedarf liegt bei etwa 60 Watt pro Quadratmeter. Zum Zeitpunkt der Antragstellung werkelte im Keller ein erdgasbetriebenes Heizwertgerät aus dem Jahr 1996.

 

Aufgrund der Gegebenheiten entschieden sich die Protagonisten für den Einsatz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe vom Typ BLW Mono 9.1 aus dem Hause BRÖTJE. Die Gründe sind durchaus nachvollziehbar und lassen sich wie folgt darstellen:

 

Wärmepumpe im Solobetrieb

Die BLW Mono 9.1 ermöglicht selbst in älteren Bestandsgebäuden den direkten Sprung von der fossilen Heizungstechnik hin zur unabhängig arbeitenden Luft-Wasser-Wärmepumpe. Mit einer Vorlauftemperatur von bis zu 70 °C stellt das Modell auch in solchen Heizsystemen eine ausreichende Wärmeversorgung sicher, die mit Radiatoren oder Flächenheizelementen ausgestattet sind. Damit bietet diese Wärmepumpe als alleiniger Wärmeerzeuger einen umweltfreundlichen Heizkomfort, der mit effizienten Normleistungsdaten überzeugt. Gemäß EN 14511 liegt der COP (A7/W35 Teillast) bei 5,08. Ein leistungsgeregelter Scroll-Inverter-Verdichter stellt stets eine optimale Anpassung an die Heizlast des Gebäudes sicher.

 

Als Kältemittel kommt R290 – ein natürliches und preiswertes Gas – zum Einsatz. Mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von unter 3 ist es um ein Vielfaches klimaschonender als herkömmliche Alternativen sowie im Hinblick auf Förderprogramme entsprechend zukunftssicher. Aktuell sichert der Gebrauch dieses Kältemittels im GEG einen sogenannten Innovationsbonus in Höhe von zusätzlichen 5 %. Darüber hinaus können durch die Monoblock-Bauweise der BLW Mono 9.1 auch Fachhandwerker ohne Kälteschein die Installation vornehmen.