PV-Strom: vom Dach in den Keller
Die PV-Stromleitungen wanderten in den stillgelegten Schornstein. Außerdem wurde ein normgerechter Zählerkasten angebracht. Aus den sieben neuen PV-Modulen mit 3,62 kWp fließt nun Elektrizität ins Haushaltsnetz, in die Wärmepumpen und in einen 3,8 kWh (netto) fassenden Batteriespeicher mit Wechselrichter. Da dieser nur passiv über Alu-Kühlrippen temperiert wird, achtete Peter Hylla darauf, im Umfeld genug Raum für Luftzirkulation frei zu halten.
Die Trinkwasserwärmepumpe erhielt einen PV-Kontakt, über den Stromüberschüsse in Warmwasservorräte umgewandelt werden. Als elektrische Schnittstelle genügt ein potenzialfreier Ein-/Aus-Schalter zur Signalübergabe. Was die Batterie angeht, so rät der PV-Installateur zum Typ 1C, der eine Be- bzw. Entladungszeit von einer Stunde besitzt. Sollten die Betreiber dynamische Stromtarife nutzen wollen, könnten sie damit günstige Preisphasen gewinnbringend ausschöpfen.
Schweres Gerät, leichter Anschluss
Da sich an der Hausseite keine 3 m Abstand zur Grundstücksgrenze halten ließen, platzierte man die Außeneinheit im südlichen Garten. Dazu mussten die Leitungen durch ein Zimmer und unter einem Gehweg hindurchgeführt werden. Das Graben, Pflastern und Gießen des Betonfundamentes erledigte der Hausherr in Eigenleistung. Um die BLW Mono.1 rückenschonend zu tragen, nutzte das SHK-Team ein zugehöriges Transportset aus Metallleisten und Gurten – „eine echte Erleichterung“, so Projektleiter Michael Flammersberger. Das Gerät selbst ist sehr anschluss- und wartungsfreundlich konstruiert: Leitungen innerhalb des Sockels lassen sich flexibel ausrichten und alle wichtigen Innenteile bei Bedarf schnell erreichen.
Die anthrazitfarbene BLW Mono.1 steht nun auf schalldämpfenden Hartgummifüßen, die sich hinter einer schwingungsfreundlichen Designblende verstecken. Ein optionales Abdeckgitter schützt die Rückseite. Beide Wärmepumpen sind seit Mai 2025 in Betrieb, die Trinkwarmwasser-Einheit pausiert zwischen 22 und 6 Uhr. Im Juli installierte der Werkskundendienst ein neues Raumgerät IDA, das einen Fernzugriff per App, Alexa oder Google Assistant erlaubt.
Fazit: Glattes Zusammenspiel auf ganzer Linie
Wasser, Wärme, Strom und Informationen – dass hier alles sauber fließt, ist vor allem ein Ergebnis guter Vorbereitung. Der Bauherr hatte sich kompetent informiert, alle Fachhandwerker brachten Erfahrung mit ihren Arbeitspartnern ein, ebenso wie mit erprobten technischen Lösungen. Die gewählten Wärmepumpen sind optimiert für die Bestandssanierung, mit intuitiver Plug-and-Play-Technik ausgestattet und vorausschauend dokumentiert. Als Teil des engmaschigen Hersteller-Services steht ein geschulter Außendienst vor Ort auf Abruf bereit. Gemeinsam konnte das Team die Wünsche der Auftraggeber nach einer ökologischen, unabhängigen Wärmeversorgung souverän erfüllen und die Voraussetzungen für 55 % staatliche Förderung schaffen. Die zugängliche Bauweise der Wärmepumpen verspricht zudem zügige Wartungseinsätze.