Mit Wärmepumpenkaskade zum energieeffizienten Mehrfamilienhaus

Als Einkommensquelle für den Ruhestand errichtete die Familie Mayer in der „Schwäbischen Toskana“ ein Acht-Parteien-Miethaus. Der Anspruch: generationenübergreifender Wohnkomfort bei klimafreundlicher Technik und niedrigen Nebenkosten. Die Effizienzklasse KfW 40 Plus erreichte man in nur einem Jahr Bauzeit – dank eines stimmigen Maßnahmenpakets. Zum Einsatz kam ein energieeffizientes Heizungssystem mit Doppel-Wärmepumpe, ergänzt um PV und Batteriespeicher.
Acht barrierefreie Mietapartments von 44 bis 105 m² mit gehobener Ausstattung und komplett vorgerüstet für E-Mobilität: Das private Bauprojekt im süddeutschen Ellhofen sollte in jeder Hinsicht zukunftssicher werden. Die Bauleitung führte Eigentümerin Sandra Mayer selbst, gemeinsam mit Architekt Rolf Ingelfinger aus Erlenbach. Für einen Großteil der handwerklichen Arbeiten konnte sie Uwe Mandel aus Wimmental gewinnen. Der gelernte Flaschner und SHK-Meister beschäftigt heute zehn Mitarbeiter und bedient ein umfangreiches Haustechnik-Portfolio. „Die Zusammenarbeit mit Uwe Mandel hat sehr gut funktioniert. Wir kennen uns auch schon seit einigen Jahren!“
Vieles spricht für die Kaskade
Für die Planung und Installation der Heizungsanlage zog SHK-Meister Mandel einen bewährten Kontakt zurate: Willy Emmert, Technischer Außendienst für BRÖTJE bei Gienger und Renz Haustechnik. Um eine möglichst unabhängige Energieversorgung zu gewährleisten, machte es Sinn, das Gebäude mit einer leistungsstarken PV-Anlage zu versehen und diese mit einem Wärmepumpensystem zu koppeln. Hier entschied man sich für eine Variante, die im Gaskesselbereich längst Standard ist: Statt ein großes Gerät mit doppeltem Verdichter anzuschaffen, ließen die Mayers eine Kaskade aus zwei kleinen Modellen installieren. Zwei BRÖTJE Luft-Wasser-Wärmepumpen vom Typ BLW NEO 12 decken gemeinsam den Wärmebedarf von 24 kW. „Wir haben uns für dieses Modell entschieden, weil es uns als sehr leise und effizient empfohlen wurde“, erläutert Sandra Mayer. Die BLW NEO 12 eignet sich mit einem Schallleistungspegel von ca. 50 dB(A) ideal für die Platzierung in Wohngebieten. Zudem punktet sie mit einem neuartigen Wärmetauscher-Verbundsystem und bedarfsabhängig vollmodulierendem Betrieb mit einem COP von 4,02.
Der Hauptvorteil der Kaskade: Sie arbeitet flexibler und damit stromsparender als ein Einzelgerät. Bei niedrigem Bedarf läuft nur eine Wärmepumpeneinheit, erst bei höherer Anforderung schaltet sich die zweite dazu. So erreichte die Anlage in Ellhofen nach der ersten Heizperiode die bemerkenswerte Jahresarbeitszahl (SPF) 7.7. 1 kW zugeführter Strom bringt dem Gebäude also über 7 kW Heizwärme-Ertrag – das sind rund 50 % mehr als bei vergleichbaren Systemen mit einem typischen SPF von 5. So zahlt sich die Investition in zwei Maschinen auf Dauer aus. Hinzu kommen längere Laufzeiten, die sich positiv auf die Lebensdauer auswirken, sowie die höhere Betriebssicherheit. Ein weiteres Plus von Kaskadenmodellen: Bei Bedarf könnte man auch Wärmepumpen unterschiedlicher Art und Leistung miteinander verbinden.









