KfW-55-Mehrfamilienhaus in Nordhorn

Mehrfamilienhaus mit KfW-55-Standard
Das Einfamilienhaus mit KfW-55-Standard in Nordhorn lässt kaum Wünsche offen. Bild: Franz Frieling

In Nordhorn, nahe der niederländischen Grenze, wird Effizienz großgeschrieben. Das zeigt ein neues KfW-55-Mehrfamilienhaus inmitten des kleinen rund 53.000-Seelen-Ortes. Das dreistöckige Objekt ist für acht Familien ausgelegt und erfüllt den KfW-55-Standard. Abgerundet wird die positive Energiebilanz durch den Einsatz einer Wärmepumpe und einem Spitzenlastkessel aus dem Hause BRÖTJE. Damit setzt die H2T Baugesellschaft ein umweltfreundliches Gesamtkonzept um, welches die Klimaziele der Bundesregierung unterstützt.

Das im Sommer 2018 fertiggestellte Gebäude entspricht einem modernen Stil: Eine schlichte Architektur mit relativ großen Fensterflächen sorgt für den nötigen Charme. Die kleinen mit Titanzink eingekleideten Gauben setzen überdies einen klaren Akzent und fügen sich harmonisch in das dunkle Pfannendach ein. Wer nun glaubt, der nordische Einfluss ginge verloren, der irrt. Dieser wurde durch die Wahl des rot-braunen Klinkers untermauert. Moderne gepaart mit alter Tradition.


Zukunftssichere Bauweise

Für einen möglichst geringen Energieeinsatz sorgt die fortschrittliche dreischalige Bauweise. Sie besteht aus 17,5 cm Kalksandsteinen, einer mineralischen Dämmschicht von 180 mm und dem Klinkerstein, der für eine charmante Optik sorgt. Mit diesem Aufbau war der erste Schritt zum KfW-55-Standard gelegt.


Neben den energetischen Aspekten punktet das Objekt mit weiteren Besonderheiten. Obwohl das Gebäude nur drei Stockwerke besitzt, wollte der Investor nicht auf einen Fahrstuhl verzichten, da auch die Eigentumswohnungen barrierefrei gestaltet sind. Hiermit setzt der Bauherr ein klares Zeichen und berücksichtigt den demographischen Wandel. Überdies befindet sich unter dem Haus eine Tiefgarage mit zehn Stellplätzen, um die Transportwege einfacher zu gestalten sowie die Parkplatzsituation im Viertel zu entlasten.


Effiziente Beheizung mit modernsten Wärmeerzeugern

Damit der KfW-Standard erreicht werden konnte, setzte das Ingenieurbüro Hans Kappen bei dem Wärmeerzeuger auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe von BRÖTJE. Damit wurde der Umweltgedanke des Bauwerks fortgeführt. Zum Einsatz kam eine BLW 18 NEO. Das bodenstehende Gerät ist modulierend und versorgt das Gebäude permanent mit der passenden Heizleistung. Dabei liegt der Versorgungsbereich der Anlage zwischen ca. 5,1 bis 19,2 kW. Ein großzügig dimensionierter Verdampfer mit intelligenten Abtaufunktionen sorgt für einen vereisungssicheren Betrieb im Winter. Weiterer Pluspunkt: Die Einsatzgrenze liegt zwischen -25 und +45 °C. Damit ist der Wärmeerzeuger auch für die nördlichen Bedingungen gerüstet. Das gelingt durch modernste Technik im Inneren: Ein bislang einzigartiges System mit zwei im Verbund arbeitenden Wärmetauschern gewinnt aus dem Kältekreislauf je nach Modulation 3 bis 5 % zusätzliche Energie und realisiert so herausragende Leistungszahlen. Dadurch erreicht das Gerät einen COP von über 4,2 bei A2/W35.

Brötje Produkt - Luft/Wasser-Wärmepumpe BLW 18 NEO
Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe BLW 18 NEO aus dem Hause BRÖTJE gab es laut Aussagen der Bewohner bis dato keinerlei Geräuschbelästigungen.  

Ausgeklügelte Hydraulik mit der richtigen Technik

Eine Hydrobox von BRÖTJE erleichterte die hydraulische Anbindung der Wärmepumpe in das System während der Installation. In ihr sind diverse Fühler und die Heizkreispumpen bereits integriert. Ein nachgeschaltetes Umschaltventil sorgt für eine optimale Verteilung des Heizungswassers, je nach Bedarf in die installierten Pufferspeicher mit 500 bzw. 850 Liter Volumen. Zudem wurde vom ausführenden SHK-Unternehmen Activa Haustechnik eine BRÖTJE Powerbox installiert. In ihr sitzt die NEO RWP Regelung. Zudem laufen alle elektrischen Komponenten an diesem Ort zusammen. Die NEO RWP sorgt für die leistungsgerechte Regelung des Verdichters und übernimmt zudem die leistungsabhängige Ansteuerung der Umwälzpumpen. Das Expansionsventil wird mithilfe der innovativen DSI-Technologie zudem immer dem Optimum angepasst.