BRÖTJE Produktion Augustfehn mit neuer Technik

BRÖTJE Referenz: Neue Technik für BRÖTJE Produktionsstandort in Augustfehn

Der Produktionsstandort in Augustfehn hat eine lange Tradition: Seit über 50 Jahren werden dort BRÖTJE Flachheizkörper gefertigt und in die ganze Welt versandt. Für die Beheizung sorgten bis vor kurzem noch zwei Gas-Gebläsekessel des Herstellers mit insgesamt ca. 1000 kW. Die Wärmeerzeuger stammen allerdings aus dem Jahr 1970 bzw. 1979 und wurden daher im Zuge einer Modernisierungsaktion gegen zwei Gas- Brennwertgeräte ersetzt, die dem heutigen Stand der Technik entsprechen.

In der rund 3.000 Einwohner zählenden Gemeinde Augustfehn trägt das Unternehmen BRÖTJE mit seiner Heizkörperproduktion erheblich zur regionalen Wirtschaftskraft bei. Initiiert wurde der Bau 1963 aufgrund der weiteren Expansion des Herstellers. Zunächst wurden Kessel für das damalige Stammwerk in Rastede produziert. Schon 1966 fertigte man jedoch die ersten Flachheizkörper. BRÖTJE besitzt hier Produktionsanlagen, die sich im europäischen Vergleich gerne messen lassen können.


Heute sind in dem Werk, das rund 11.000 Quadratmeter Produktionsfläche umfasst, ca. 50 Mitarbeiter beschäftigt, mit durchschnittlich 26-jähriger Betriebsangehörigkeit. „Ein gutes Betriebsklima, flache Strukturen und flexible Arbeitszeitmodelle unterstreichen die Stärken dieses Fertigungsstandorts“, so der Geschäftsführer Hinrich Gerdes. Es wird im Zwei- und Dreischichtbetrieb gearbeitet. Auf diese Weise können jährlich bis zu 600.000 Flachheizelemente hergestellt werden. Das entspricht einem Materialverbrauch von 18.000 Tonnen Stahl.


Hohe Umweltschutzstandards und beste Energieeffizienz in Verbindung mit Qualität zählen zu den Unternehmenswerten des Heizungsspezialisten. Daher lag es nahe, die beiden alten Wärmeerzeuger innerhalb einer Modernisierungsaktion gegen neuere, effektivere Geräte ersetzen zu lassen. Daniel Norder, technischer Außendienst bei BRÖTJE, übernahm die Planung der Anlage, in enger Abstimmung mit dem Geschäftsführer Gerdes. Da die Wärme zu 80 % im Produktionsprozess zur Reinigung und Phosphatierung der Rohbleche verwendet wird, entschloss er sich zugunsten der Produktionssicherheit bewusst für eine Überdimensionierung der Anlage. Zudem wurden im Zuge der Modernisierung, die bis dato in zwei Heizräumen getrennt untergebrachten und betriebenen Wärmeerzeuger, in eine Heizzentrale zusammengelegt. Das System wurde so geplant, dass im späteren Verlauf bei Bedarf ein BHKW ohne große Mühe erweitert werden kann.

BRÖTJE Referenz: Neue Technik für BRÖTJE Produktionsstandort in Augustfehn
BRÖTJE Referenz: Neue Technik für BRÖTJE Produktionsstandort in Augustfehn

50-jährige Produktion mit neuer Technik

Vom Team der Marohn Versorgungstechnik GmbH + Co. KG wurden in dem Altbau zwei SGB 610H-Gas-Brennwertgeräte als Kaskade installiert. Gegenüber der Einzelbetriebsweise der Vorgänger, können so Totalausfällen entgegengewirkt werden: Einer der Kessel ist der Führungskessel, über dessen ISR-Regelung der zweite Kessel angesteuert wird. Alle 100 Betriebsstunden erfolgt eine Erzeugerumstellung, um gleichmäßige Laufzeiten zu gewährleisten.


Die Regelung bringt diverse Pluspunkte mit sich: Mehrere gemischte Heizkreise lassen sich direkt vom Kessel aus ansteuern, umfangreiche Solarfunktionen, inklusive Pufferregelung, sind mit enthalten. Daher werden für individuell konzipierte Anlagen keine weiteren Bauteile mehr benötigt. Zusätzlich kann über die einstellbare Drehzahlregelung der Kesselpumpe eine Anlagenoptimierung erzielt werden – sowohl bei einem angeschlossenen Pufferspeicher als auch bei dem Einsatz einer hydraulischen Weiche wie hier in Augustfehn.


Ebenfalls positiv fällt dem ausführenden SHK-Betrieb die einfache Verdrahtung auf, da viele Funktionen bereits in der ISR integriert sind. Zusammen mit den genannten Aspekten ergibt sich daraus ein geringerer Installationsaufwand und in der Folge niedrige Kosten. „Last but not least lassen sich die Kessel durch die Klartextanzeige leicht einstellen und logisch bedienen“, erklärt Gunnar Marohn, Elektrotechnikmeister und Geschäftsführer bei Marohn.